Von Kandel nach Karlsruhe
Nach der Wasserschlacht am Vortag, hatten wir uns schon auf überflutete Wanderflächen eingestellt, aber es wurde dann doch noch heftiger als gedacht. Wir starteten den Tag aber mit einem ruhigen Frühstück im Naturfreundehaus. Natürlich waren die Schuhe noch immer nass, aber die Stimmung war ganz gut. Schon schnell hatten wir Wege vor uns, die komplett überflutet waren. Diesmal waren wir aber besser vorbereitet und hatten die Badelatschen angezogen und konnten so durch das Wasser gehen. Das war sehr anstrengend, denn das Wasser reichte teilweise bis über die Knie.
Teilweise war es etwas ekelig für Alia, denn im Wasser schwammen viele Würmer.
Richtig heftig wurde es dann kurz vor Wörth. Dort mussten wir entlang eines Geländers klettern und hatten über eine lange Strecke sehr tiefes Wasser. Teilweise versperrten auch umgekippte Bäume den Weg. Das war zugegeben schon grenzwertig, aber es gab auch keine andere Möglichkeit aus dem Wasser wieder herauszukommen.
Als wir wieder den bewohnten Bereich erreichten, konnten wir auch sehen, dass viele Häuser von dem Hochwasser betroffen waren, und überall wurden Keller ausgepumpt. Auch in Wörth selbst mussten wir einige Umwege gehen, weil Fußwege gesperrt waren. Es war tatsächlich eine sehr spezielle Wanderung.
In Wörth am Rhein haben wir uns dann für eine Pause in einer Pizzeria entschieden. Relativ unbemerkt gab es einen Wetterumschwung und als wir mit dem Essen fertig waren, gab es einen recht heftigen Regen. So ging es dann weiter über den Rhein nach Karlsruhe. Das Wetter wurde dann auch schnell wieder besser und es ging voran. Alia war schon etwas erschöpft von der Wanderung, was nach dem langen Waten durch das Wasser nicht erstaunlich war. Auch in Karlsruhe waren einige Wege gesperrt, was das ganze Ausmaß des Hochwassers zeigt.
Immerhin kamen wir auch an ein paar kleinen Highlights vorbei. So ging unser Weg am Geburtshaus von Carl Benz vorbei und wir kamen unserer Unterkunft immer näher.
Schließlich erreichten wir unser Hotel. Ein paar Schwierigkeiten hatten wir noch mit dem Selfservice beim Einlass, aber dann hatten wir es doch geschafft. Nach einer kleinen Rast im Zimmer machten wir uns bereit für ein kleines Abendessen in Karlsruhe. Hier nahmen wir die Straßenbahn und Alia entschied sich für einen Mexikaner.
Immerhin, diesen außergewöhnlichen Wandertag haben wir auch gemeinsam geschafft.